Der völlig entkräftete Uhu wird von Gerd Glätzer geborgen (Foto:Werner Hauber)
Der völlig entkräftete Uhu wird von Gerd Glätzer geborgen (Foto:Werner Hauber)
Freilassung nach siebenwöchiger Pflege (Foto:Werner Hauber)
Freilassung nach siebenwöchiger Pflege (Foto:Werner Hauber)

 

Ein Uhu hatte sich beim jagen in der kleinen Ortschaft Hainzendorf bei Kirchlein in eine missliche Lage gebracht. Auf dem Hof eines Landwirts verfing sich der größte aller Eulenvögel offenbar bei der nächtlichen Jagd in einer hölzernen Tür an der Biogasanlage des Anwesens, so dass er sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnte. Am nächsten Morgen entdeckten die Bewohner den Vogel völlig entkräftet und dem Tode nah und befreiten ihn.

 

Umgehend informierte der Landwirt die Vogelschützer des LBV. Sie nahmen sich des Vogels an und brachten ihn zu Georg Wicklein nach Burkheim. Wicklein nahm den Greifvogel in seiner Pflegestation auf. Sieben Wochen lang war der Uhu in seiner Obhut und kam nach und nach wieder zu Kräften.

 

Herkunft aus Thüringen

 

Unterdessen hatte Gerd Glätzer anhand der Beringung des Vogels seine Herkunft feststellen lassen. Demnach wurde der Uhu, es handelt sich dabei übrigens um ein männliches Tier, als Küken in Greiz (Thüringen) beringt.

 

Dann war es endlich an der Zeit, den Vogel wieder in die Freiheit zu entlassen. Und zwar tat man dies genau dort, wo er sieben Wochen zuvor fast tot gefunden wurde. Viele interessierte Hainzendorfer wohnten dem Schauspiel der Freilassung des Uhus auf dem freien Gelände bei. Nach 200 Metern Flug und kurzer Rast auf dem Giebel eines Hausdaches verschwand das Tier schließlich, gefolgt von einigen Krähen, in den Weiten der Flur.

 

Weitere Infos zum Uhu-Schutz des LBV finden Sie hier:

http://www.lbv.de/unsere-arbeit/vogelschutz/uhu.html

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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